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Malteser Bingen

Erfahrungsbericht

Der Malteser Hospizdienst St. Hildegard verzeichnet mehr und mehr Nachfragen von Menschen, die eine Sterbebegleitung für sich oder einen Angehörigen wünschen. Neue Ehrenamtliche sind daher sehr herzlich willkommen. Ein Kurs, der auf die ehrenamtliche Tätigkeit vorbereitet, startet im Herbst.

Eine, die den Kurs „Sterbende begleiten lernen“ im vergangenen Jahr bereits absolviert hat, ist Beate Spira. Die 50-Jährige wurde im Juni in den Dienst aufgenommen und durfte schon erste Erfahrungen in der Begleitung einer alten Dame machen, die sie kurz, aber mit viel Herzlichkeit bis zu deren Tod besucht hat.

Frau Spira, was hat Sie bewogen, am Kurs „Sterbende begleiten lernen“ teilzunehmen?

Die Nachricht von einer unheilbaren Krankheit lässt Betroffene und deren Angehörige häufig verzweifeln. Das Annehmen der Krankheit und die Organisation der Pflege bereiten vielen große Schwierigkeiten. Man fühlt sich überfordert und ist für jede Hilfe dankbar, die man kriegen kann. Ich habe all das selbst beim Tod meiner Mutter im Jahre 2011 erfahren. Uns hat ein Hospizdienst mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Während eine ehrenamtliche Helferin meine kranke Mutter betreut hat, konnte ich einkaufen gehen oder dringende Behördengänge erledigen. Ich war so dankbar dafür, dass die Mitarbeiter vom Hospizdienst uns geholfen haben – und das kostenlos. Das hat mich dazu bewogen, auch ehrenamtlich bei einem Hospizdienst tätig zu werden und anderen Menschen in Not zu helfen.

Warum würden Sie auch anderen Menschen die Teilnahme an diesem Kurs empfehlen?

Der Kurs war für mich der Schlüssel zum eigenen Ich. Zu erkennen, was für einen selbst wichtig ist im Leben, was man aber vor lauter Erwartungen von außen fast vergisst oder gar nicht wahrnimmt, war sehr bewegend. Für kranke Menschen da zu sein und helfen zu können, ist bestimmt auch für andere Teilnehmer eine tolle Erfahrung und eine erfüllende Aufgabe.

Wie haben Sie Ihre erste Sterbebegleitung erlebt?

Die Dame, die ich begleitet habe, war 100 Jahre alt, und ich hatte sie bereits während meines Praktikums im Altenheim kennengelernt. Es war ein gutes Gefühl, mich um sie kümmern zu können. Ihre Angehörigen waren selbst schwer krank und konnten sie nicht besuchen. Es war ein würdevoller Abschied, der mich tief bewegt hat.

Was bestärkt sie, weiterhin in der Hospizarbeit aktiv zu sein?

Ich weiß, wie wichtig unsere ehrenamtliche Hospizarbeit für die Betroffenen ist, und es macht mich glücklich, anderen helfen zu können.

Bei Rückfragen oder Interesse am Ehrenamt im Malteser Hospizdienst steht Tanja Susenburger gerne zur Verfügung (Telefonnummer 06721/18588-131, E-Mail hospizarbeit(at)malteser-bingen(dot)de).

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